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Chamäleon-Camouflage

Ob als Teppiche und Tapeten oder als Accessoires für Küche, Bad oder Wohnzimmer – Stoffe bereichern die Welt. Wir zeigen vier aktuelle Textiltrends.

Camouflage-Muster waren in den Neunzigerjahren angesagt. Tarnen und Mimikry sind auch heute wieder en vogue, aber auf subtilere Art und Weise: als Chamäleon-Camouflage – Objekte und Textilien also, die sich einander angleichen. So zeigt die in Barcelona arbeitende Designerin Judy Kaufmann Geschirr mit passender Tapete und Tischtuch. Die aktuelle Kooperation vom italienischen Label «Missoni Home» und der schwedischen Teppichmanufaktur «Bolon» zeigt Möbel und Bodenbeläge mit grafischen, aufeinander abgestimmten Mustern.

Masquerade-Charade

Auch Masken tarnen. Sie sind in allen textilen Disziplinen ein Thema: als Motiv auf Tapeten, als modisches Accessoire oder gar als Teppich, wie Christoph Hefti mit seinem Entwurf «World Mask» zeigt. Darauf vereint der Designer eine afrikanische Ritualmaske, eine tibetische Totenmaske, eine Karnevalsmaske aus Guatemala und die Maske eines mexikanischen Wrestlingkämpfers. Der Teppich ist aktuell im Aargauer Kunsthaus zu sehen. Dort zeigt die Ausstellung «MASKE» anhand Beispielen aus der Gegenwartskunst, welche Rolle dem Kultgegenstand zukommt, wenn die Selbstdarstellung als Gradmesser des persönlichen Erfolgs gilt.

Tropic Thunder

Urwald und Dschungel sind die grüne Lunge unserer Welt. Mit dem Klimawandel beschäftigt dieses Thema auch Textildesigner rund um die Welt. Zum einen verarbeiten sie upgecycelte Materialien, um nachhaltiger zu arbeiten. Zum anderen bearbeiten sie das Thema optisch in Prints, die saftiges Grün und bunte Pflanzen zeigen. Ein schönes Beispiel ist die neuste Kollektion von Duro Olowu: Der in Nigeria geborene Londoner Modedesigner inszeniert das Thema geometrisch. Auch der an der HEIMTEXSUISSE vertretene Textilverlag Christian Fischbacher hat mit «Benu Splash» ein exotisches Dschungel-Motiv im Sortiment. Es wurde von Hand im St. Galler Atelier gezeichnet und mit einem Aquarell unterlegt. Der besondere Clou: Es wird in Frankreich im umweltfreundlichen Inkjet-Verfahren auf einen Dekostoff aus gebrauchten PET-Flaschen gedruckt. Die Flaschen werden gesammelt, zermahlen, eingeschmolzen und neu zu Polyesterendlosgarnen versponnen. Ist Nachhaltigkeit heute ein wichtiges Thema, engagiert sich Christian Fischbacher schon seit über zehn Jahren als einer der ersten Textilproduzenten dafür: Alle Stoffe der Benu-Kollektion sind aus recycelten Materialien hergestellt. Die Kollektion «Talent» ergänzt Splash mit eine breiten Uni-Farbpalette.

Il mare azzurro

Im Nachhaltigkeits-Kontext ist auch der Ozean ein relevantes Thema, das textil bearbeitet wird – mit Initiativen wie «Seaquel», die den Plastikmüll im Meer verringern will, aber auch als visueller Reminder an die wichtigen Dinge der Erde. Hierzu passt das blaue Textil von Jakob Schlaepfer, mit dem die St.Galler Stickerei im September in Paris den prestigeträchtigen «PV Fabrics Imagination Prize 2019» gewann: Für den originellsten, fantastischsten Stoff in Bezug auf Dekoration, Technik, Veredelung, Innovation und Technologie – ein Beweis, wie wegweisend Schweizer Stoffe sind und bleiben.

Text: Lilia Glanzmann

 

 

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